Foto: Mic Michels
Persönliches
Mein Name ist Lilo Franzen, geb. Geiger, Jahrgang 1958, verheiratet und Mutter eines Sohnes.
An der Universität Bonn habe ich ein Lehramtsstudium abgeschlossen. Später folgten Aus- und Fortbildungen in den Bereichen Psychomotorik, Edu-Kinesthetik, Sensorische Integration, Integrative Eltern- und Entwicklungsberatung und Basale Automatisierungsstörungen.
Seit mehreren Jahren arbeite ich selbständig im Bereich der Ganzheitlichen Entwicklungs-, Bewegungs- und Lernförderung für Kinder.
Die Bonner Fahrradschule für Kinder – Lilo Franzen wurde von mir 1996 gegründet.
Förderung
Ganzheitliche Entwicklungs-, Bewegungs- und Lernförderung für Kinder
Ein individueller Förderansatz für unsere „kleinen Helden“
Die tagtägliche Reizüberflutung überfordert trotz aller Vorzüge des Kommunikations- und Multimediazeitalters viele Kinder. Sie können all diese Sinnesreize nicht ausreichend verarbeiten. Dementsprechend reagieren sie zu unserer Überraschung oft unangemessen.
„Angsthase, Tolpatsch, Zappelphilipp und Hans-guck-in-die-Luft“ – wer kennt sie nicht?
Spätestens im Kindergartenalter lassen sich solche Entwicklungsdefizite bewegungs- und verhaltensauffälliger Kinder erkennen. Diese Probleme wachsen sich mit zunehmendem Alter nicht aus, sondern vergrößern sich mit steigender Leistungsanforderung. Mögliche Folgen sind Lern-, Teilleistungs- und Konzentrationsstörungen, oft auch Aggressionen und Ängste.
Ziele der umfassenden Förderung:
Die Kinder bewegen sich sicherer
Sie können mehr wahrnehmen
Sie automatisieren ihre Wahrnehmungs- und Bewegungsabläufe
Sie können sich besser konzentrieren
Sie entwickeln neue Lernstrategien
Sie sind in der Lage zu begreifen und wirklich zu verstehen
Sie können fantasievoll spielen – alleine und mit anderen
Sie entwickeln echtes Selbstvertrauen
Sie sind im Gleichgewicht körperlich und seelisch
Leistungen:
Unser fantasievoller Ansatz der Wahrnehmungsförderung für alle Sinne umfasst ein ganzheitliches Fördergebot folgender Leistungen:
Entwicklungs- und Bewegungsförderung
Sensorische Integration
Edu-Kinesthetik
Ganzheitliche Lernförderung bei Teilleistungsschwächen wie Lese – Rechtschreib – Schwäche (LRS, Legasthenie) oder Rechenschwäche (Dyskalkulie)
Ganzheitliche Förderung durch Gestalten und Werken bei fein- und graphomotorischen Entwicklungsstörungen
Integrative Eltern- und Entwicklungsberatung
Bonner Fahrradschule für Kinder – Lilo Franzen
Informationsveranstaltungen und Vorträge für Kindergärten, Schulen, Eltern und andere interessierte Gruppen
Auf den Ebenen
Basiskurs - Entwicklungs- und Bewegungsförderung
Zusatzkurs – Ganzheitliche Lernförderung bei Teilleistungsschwächen
Zusatzkurs – Ganzheitliche Förderung durch Gestalten und Werken
bieten wir ein mehrstufiges Angebot:
Kleingruppe mit 6, 5, 4 oder 3 Kindern,
Kleinstgruppe mit 2 Kindern
Einzelförderung.
Aus förderkonzeptionellen Erwägungen heraus ist die Belegung eines Basiskurses Voraussetzung für die Teilnahme an einem Zusatzkurs. Alle Fördermaßnahmen berücksichtigen besonders Entwicklungs- Wahrnehmungs- und Lerndefizite von Kindern, Jugendlichen und Erwachsene.
Im Rahmen der Integrativen Eltern- und Entwicklungsberatung erarbeiten wir ein neues Verständnis für die Probleme unserer Kinder, denn veränderte Lebensbedingungen erfordern neue Lernsituationen.
ANTRITT
Kleine Meister fallen nicht vom Himmel – sondern oft auf die
Nase. Das fördert sogar den Lernprozess, sagen Experten. Weitere Tipps für
einen guten Start gibt unser Foto-Guide: in sieben Schritten rauf aufs Rad.
ANGELIKA URBACH ✲
text DANIEL SIMON ✲ fotos
Radfahren ist eine komplexe Sache. Es erfordert die
Koordination von Lenken, Treten, Bremsen und die Umgebung beachten. Und dabei
müssen kleine Anfänger doch erst mal lernen, auf zwei wackeligen Rädern das
Gleichgewicht zu halten. Gut, wenn sich Eltern bei den ersten Versuchen in
Gelassenheit üben. „Für Kinder, die einige Zeit auf einem Roller oder Laufrad
trainieren konnten, ist der Übergang zum Fahrrad meist ein Kinderspiel“, sagt
Lilo Franzen, Inhaberin der Bonner Fahrradschule für Kinder. Ohne Druck, aber
mit doppelt viel Spaß und Begeisterung, fällt der Anfang gar nicht so schwer.
Was Eltern dazu beisteuern können, sagt unser Foto-Guide auf der folgenden
Seite.
LESER-FRAGE
KARIN MEIER aus Merching
„Meine Tochter Hanna (4) hat von ihrer Tante ein Rad mit
Stützrädern geschenkt bekommen. Stimmt es, dass Kinder damit schlechter
Radfahren lernen?“
Lilo Franzen: „Ja. Auf einem Fahrrad mit Stützrädern kann
Ihre Tochter meist nur in schiefer Haltung fahren. Das fördert dann eine
falsche undandere Motorik als sie das eigentliche Radfahren erfordert: Kinder
können dabei kein stabiles Körpergefühl und keinen zuverlässigen
Gleichgewichtssinn ausbilden. Wer zunächst mit Stützrädern gefahren ist, tut
sich später beim Radfahren lernen oft besonders schwer. Denn die Kleinen
speichern jede Bewegungserfahrung als Information im Gehirn. Werden dann die
Stützräder abmontiert, müssen die Kinder erst alte Nervenverbindungen im Gehirn
lösen und diese durch neue ersetzen.“
TIPPS FÜR ELTERN
LILO FRANZEN, Gründerin der Ganzheitlichen Entwicklungs-,
Bewegungs- und Lernförderung und Inhaberin der Bonner Fahrradschule für Kinder
DIE RICHTIGE VORBEREITUNG Kinder lernen am besten durch
Ausprobieren im freien Spiel – und nicht durch starre Anweisungen. Gut, wenn
Jungen und Mädchen Anfängerfahrzeuge wie Dreirad, Laufrad und Roller benutzen können.
Sie trainieren unterschiedliche Fähigkeiten: lenken, treten, das Gleichgewicht
halten und ein Gefühl für Geschwindigkeit entwickeln. Tipp: Eltern müssen nicht
alles selbst kaufen. Besitzt ein Nachbarskind bereits einen Roller? Dann lohnt
sich z. B. die Anschaffung eines Laufrads zum Tauschen.
DER RICHTIGE ZEITPUNKT Manche Eltern übersehen, dass das Radfahren
sehr komplexe Anforderungen an die motorischen Fähigkeiten stellt. Anstatt
einen Altersvergleich zu anderen Kindern anzustellen, sollte deshalb die
individuelle Entwicklung im Vordergrund stehen. Ein gutes Merkmal: Fährt mein
Kind bereits sehr sicher Roller und Laufrad? Zeigt es Interesse am Fahrrad?
Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen.
DER RICHTIGE ORT Für die ersten Versuche eignet sich eine
verkehrsfreie und ebene Fläche: z. B. ein leerer Parkplatz am Wochenende, ein
verlassener Schulhof am Nachmittag oder aber ein befestigter Waldweg.
DIE RICHTIGE AUSRÜSTUNG Klar: Ein Helm ist unerlässlich. Zum
Schutz vor Schürfwunden reichen eine lange Hose und geschlossene Schuhe aus.
Kinder- Fahrradhandschuhe schützen die Hände bei Stürzen und geben den Kleinen
durch ihr cooles Aussehen gleichzeitig einen Motivationskick. Bitte keine Knie-
oder Ellbogenschoner: Sie behindern mehr als dass sie nützen.
Fahrradhandschuhe sind cool und schützen gleichzeitig bei
Stürzen vor Schürfwunden.
1 AUFSTEIGEN
Wer von Anfang an den tiefen Einstieg am Spielrad zum
Aufsteigen benutzt, benötigt dabei keine Hilfe von den Eltern. Das gibt
zusätzliche Sicherheit: Der Sattel sollte unbedingt so niedrig eingestellt
sein, dass das Kind im Sitzen mit beiden Füßen flächig auf dem Boden stehen
kann. Gut, wenn die Höhe des Lenkers eine möglichst aufrechte Sitzposition
erlaubt, ohne dass die Knie beim Treten vorne anstoßen.
3 TRETEN
Wer kräftiger tritt, kann sein Gleichgewicht umso leichter
ausbalancieren. Gut, wenn Mama oder Papa bei den ersten Fahrversuchen neben dem
Rad laufen. Ist ihr Liebling noch wackelig unterwegs? Dann lässt sich das
Gleichgewicht am besten mit dem „Karnickelgriff“ an Jacke oder Pulli
unterstützen. Dieser schont den Rücken der Eltern besser als der Sattelgriff.
2 ANFAHREN
Der Übergang vom Stehen zum Fahren ist eine der
schwierigsten Übungen. So klappt’s am besten: Mit beiden Füßen wie auf einem
Laufrad Schwung geben; erst bei entsprechender Geschwindigkeit die Füße auf die
Pedale setzen und kräftig mit dem Treten beginnen.
4 GERADEAUS SCHAUEN
Vorsicht: Richtet der Fahranfänger seine Aufmerksamkeit zu
stark auf den Helfer, der neben dem Rad läuft, sind Stürze beinahe
vorprogrammiert. So klappt der Blick nach vorne wie von selbst: Das Kind darf
beim Üben auf eine zweite Person oder ein anderes optisches Ziel zufahren.
Wichtig: Für die Kommentare der Eltern bleibt hinterher Zeit, wenn das Kind
sicher zum Stehen gekommen ist.
5 STÜRZE ZULASSEN
Studien zufolge verringern vielfältige Bewegungserfahrungen
die spätere Unfallgefahr um ein Vielfaches. Zu diesen Erfahrungen gehört auch
das Hinfallen. Die richtige Reaktion der Eltern: Trösten und zum Weitermachen
ermutigen. Kleine Blessuren lindert ein buntes Kinderpflaster. Und den Ehrgeiz
erneuert ein Lob oder aber eine kleine Anekdote: „Auch der Papa ist sooo oft
hingefallen, als er sein erstes Fahrrad bekommen hat...“
6 BREMSEN
Die ersten Bremsversuche klappen am besten mit den Schuhsohlen.
Vielleicht finden sich dazu ein paar abgetragene, geschlossene Schuhe im
Schrank? Im zweiten Schritt sollte sich das Kind angewöhnen, mit der Handbremse
zu bremsen. Zum Üben eignet sich dafür eine optische Markierung auf dem Boden,
z. B. ein Pappkarton oder eine Spielpylone. Erst wenn das Treten und Lenken
bereits automatisiert funktioniert, können Jungen und Mädchen an die
kompliziertere Rücktrittbremse gewöhnt werden.
7 LOBEN
Geben Sie Ihrem Kind immer das Gefühl: Es ist schön, dass
wir heute zusammen Spaß haben können. Denn: Zu viel Kritik und Ansporn
verstärken nur den Erfolgsdruck. Und der kann bei Kindern leicht
Versagensängste schüren. Geht dadurch der Spaß am Radfahren dauerhaft verloren,
hat keiner in der Familie gewonnen. Besser, falls es noch nicht klappen will:
Einfach mal abwarten – und dazu die Pedale abmontieren. So kann sich das Kind
langsam an die Größe und Geometrie seines Spielrades gewöhnen ohne gleichzeitig
treten und das Gleichgewicht halten zu müssen.
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